Die Tage vorher waren aufregend und voller Arbeit, viel Arbeit für meine Eltern. Und die Feiertage würden mit reichlich Verwandtschaftsbesuchen ausgefüllt sein.
Wißt Ihr, was es als Festessen am Heiligabend immer gab, was wir uns auch gern immer wieder gewünscht haben?
Würstchen & Kartoffelsalat
Der Salat war ein besonderer, mit einer selbstgemachten Rinderbrühe.
Das erste Auto meiner Eltern war übrigens tatsächlich auch ein Käfer und später ist meine Mutter noch einen richtig quitschorangene gefahren. So manche abenteuerliche Schnee Fahrt hat der Käfer mit uns gehabt. Also, bis auf die Päckchen auf dem Dach, passt das neue Kartenmotiv perfekt! (Auch bestellbar!)
Traditionen sind gerade zu Weihnachten ja ein Anker und auch ein Quell an Emotionen. Auch wenn wir „hier“ daheim keinen Kartoffelsalat zum 24. machen, bleibt es eine spezielle, wunderschöne Erinnerung. Alte und neue Traditionen.
Bestimmt fährt der ein oder andere von Euch (bald) heim, zu Würstchen & Kartoffelsalat (oder der Besuch kommt zu Euch, um selbigen zu essen).
Genießt es! (*summt „driving Home for Christmas“ vor sich hin*) Vorfreude ist die beste Freunde.
Das letzte wunderschöne Samstagswetter hier für einmal „um den Pudding laufen“ genutzt:
Sturmschaden Lichtspielereien mit der niedrig stehenden Sonne
In den sich wiegenden, trockenen Gräsern wehten tausende Spinnfäden glitzernd im Wind.
Und weil ich am ersten Advent im Sauerland „daheim“ war, gibt es ein paar Fotos wieder aus Saalhausen. Ihr seht, wo die Sonne an dem schönen Sonntag nicht hinkam, war es verharscht und voller glitzernder Eisblumen auf Wiese und Teich. Die Moschusente fand das wohl nicht so angenehm. Alleine stand sie, nur auf einem Bein, auf dem Eis. Sicher war sie irgendwo ausgebüchst, denn diese Wasservögel leben eher in warmen Gefilden.
LennetalAm Lennewehr in Saalhausen, welches ein Teil Familiengeschichte istLicht und Schatten, in Bewegung mit StockentenGerne auch gegen die Strömung paddelnd am Rande
Dann kann ich Euch nicht mehr viel erzählen, denn wir sind niedergestreckt und es war und ist insgesamt sehr viel ruhiger (technisch und gesundheitlich). Gut, dass ich etwas im Blog vorbereitet und geplant hatte, es lief alles weiter, ohne mein Zutun. Bei Euch vorbei geschaut habe ich deswegen wenig. Die wunderbare Post von Bianca, Astrid und Ulrike zeige ich Euch lieber richtig, wenn genesen.
Macht es Euch gemütlich und bleibt gesund. Einen wunderschönen zweiten Advent!
Fast auf die letzten Minuten, nun ja, letzten Tag, habe ich mir unseren Türkranz gewunden und Adventskranz dekoriert. Dafür habe ich wohlriechenden, echten Lorbeer genommen und klassisch rote Kerzen. Der Advent beginnt bei mir trotz Vorbereitung fast immer hektisch. Wie ergeht das Euch?
Rohling mit Ästchen und Draht umwickelt.Viel braucht es für mich gar nicht an weiteren Schmuck (und es ist die Perspektive, die ihn krumm auf dem Foto erscheinen läßt)Die Elchdame kam dann doch noch dazu. Sie sitzt schon seit Jahren im weihnachtlichen Türkranz.Auch der Adventskranz blieb recht schlicht. Kiefernzapfen mit Lorbeer und Holzvögelchen. Auf den kleinen Specht in der Kerze passen wir natürlich auf!
Ihr erinnert Euch, dass ich Euch vom Vogel des Jahres 2025 berichtet habe. Die kleinen Vögel sind ja Zugvögel. Ein guter Freund konnte den Hausrotschwanz in seiner anderen Heimat (hier Portugal) beobachten. Entdeckt Ihr ihn auf dem Wegweiser?
Und wieder soll es heute um ein Tier gehen, das Ihr alle kennt!
Mitlerweile gibt es diese Tiere sogar in Kisten. 😉
Aber am ehesten finden sich gerade ihre Hinterlassenschaften auf dem Rasen oder im Beet, ganz kleine Humus Häufchen. Aber wenn ihr im Garten etwas grabt, findet Ihr sicher diese Superstars, auch wenn sie vielleicht nicht so aussehen. Die meisten Erwachsenen ekeln sich vor diesen Weichtieren, Kinder dagegen buddeln nach ihnen und „spielen“ mit ihnen (oder brauchen sie sogar für Mutproben). Und sie sind wohl die klassischen Angelköder, schlechthin. Na, Ihr habt es längst erraten:
Regenwürmer gehören zur der Ordnung Wenigborster, zur Klasse der Gürtelwürmer und zum Stamm der Ringelwürmer. Hier in Deutschland findet man vor allem den Gemeinen Regenwurm oder Tauwurm (Lumbricus terrestris) und den Kompostwurm (Eisenia fetida)
Der lange Körper des Wurms besteht aus zahlreichen Ringeln, den Segmenten. Auf jedem Segment sitzen vier Paar kurze, bewegliche Borsten, die Unsereins wohl eher nicht sieht. Gemeine Regenwürmer sind iR braun bis rötlich gefärbt, der Kompostwurm rot mit gelblichen Ringeln.
Ein Kompostwurm erreicht 4 bis 14 cm, der Gemeine Regenwurm wird 9 bis 30 cm. Sie wachsen, indem sie in einem bestimmten Bereich hinten neue Segmente bilden. Ausgewachsene Würmer haben bis zu 160 dieser Segmente. Der Wurm hat keine Augen aber unter der äußersten Hautschicht, der Cuticula, liegt eine dünne Haut, die Epidermis. Hier sind Sinneszellen und Drüsenzellen eingebettet. Mit diesen Sinneszellen kann der Regenwurm Lichtreize und Berührungen wahrnehmen. Darunter liegt eine Schicht aus Ringmuskeln und darunter wiederum eine Schicht aus Längsmuskeln. Eine einfache Anordnung, aber sehr effektiv! Danke der Längsmuskulatur sowie ihrer Borsten, mit denen sie sich im Boden festhaken, können sich Regenwürmer gut durch den Boden graben und genauso gut vorwärts, aber auch rückwärts kriechen.
Am Kopfende sitzt die Mundöffnung, die von dem sogenannten Kopflappen überwölbt wird. Nach der Mundöffnung folgt die Speiseröhre mit dem Kropf und einem Muskelmagen. In diesem wird die Nahrung mithilfe von mitgefressenen Sandkörnern zermahlen. Darauf folgt der Darm, der sich bis zum After durch den Wurm zieht.
Regenwürmer besitzen ein Gehirn, das Oberschlundganglion, und Nerven sowie Blutgefäße, die durch den ganzen Körper reichen. Sie nehmen Sauerstoff über die Haut auf und geben Kohlendioxid ab, dafür brauchen sie keine Lunge. Damit diese Atmung funktioniert, muss die Haut immer feucht sein.
Die emsigen Würmer leben im Boden in mehreren Meter Tiefe. Am liebsten mögen sie Temperaturen von zehn bis 15 Grad Celsius und feuchte Böden. Sehr nasse und moorigen mögen sie nicht. Pro 1m² Boden leben durchschnittlich tatsächlich bis zu 100 Regenwürmer. Den Kompostwurm finden wir allerdings ausschließlich im Komposthaufen.
Regenwürmer leben zwei bis acht Jahre. Sie sind überwiegend nachtaktiv. Am Tag findet man sie meist nur, wenn es stark geregnet hat. Durch ihre emsige Grabungen entstehen im Boden Röhren, die mit Schleim und Exkrementen ausgekleidet und stabilisiert werden. Sie können bis zu 20 Meter lang sein und drei Meter in den Boden reichen. So sorgen Regenwürmer für eine Durchlüftung des Bodens und transportieren Nährstoffe von unten nach oben. Die nehmen saure Stoffe des Bodens auf und neutralisieren sie durch ihre Verdauung. Pflanzenteile werden gefressen und ausgeschieden als nährstoffreicher Kot. Sie verwandeln die Pflanzenreste in kostbaren Humus. Auf diese Weise düngen sie den Boden, besser als wir Menschen es jeh könnten! Sicher habt Ihr Euch schon über Blätter, die senkrecht eingerollt im Boden stecken, gewundert. Regenwürmer freuen sich über das Blattwerk, was nun von den Bäumen gefallen ist. Also, lasst den fleißigen Würmern einige Blätter auf dem Rasen und schaut der Magie zu.
Quelle: mein gr. Kosmos Tier und Pflanzenführer
Regenwürmer können sich sehr gut regenerieren. Wird das Hinterende des Wurms von einem Vogel mit dem Schnabel abgetrennt, wächst es wieder nach. Dieses Stück ist aber heller gefärbt und etwas dünner als der übrige Wurm. Am besten funktioniert die Regeneration, wenn die ersten 40 Körpersegmente erhalten bleiben. Fehlen mehr Segmente –oder die mit dem Kopf und dem Nervenzentrum – kann sich der Wurm nicht regenerieren. Teilt man einen Regenwurm in der Mitte, entstehen also nicht zwei neue Würmer, wie ein Gerücht es Dir vielleicht eingeflüstert hat 😉 Bildet der Wurm dann einen Teil seines Körpers neu, verfällt er in eine sogenannte Körperstarre. Dies macht sich ein Feind wie der Maulwurf zunutze, indem sie die vordersten Teile des Wurms abbeißen und die in der Folge unbeweglichen Würmer als lebenden Vorrat nutzen.
Sie sind so winzig, aber für ihre Körpergröße wahre Kraftprotze. Sie können das bis zu 60-Fache ihres Körpergewichts stemmen. Das macht sie – im Verhältnis zu ihrer Körpergröße – zu den stärksten Tieren der Welt.
In der kalten Jahreszeit verbringen Regenwürmer im Boden in etwa 40 bis 80 Zentimeter Tiefe in Kältestarre. Wenn es im Sommer sehr heiß und der Boden sehr trocken ist, vergraben sich auch in tiefere Schichten.
Früher dachte man, der Regenwurm wäre ein Gartenschädling. Doch Charles Darwin rückte den Regenwurm in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ins rechte Licht. Er erkannte die ungeheuer wichtige Bedeutung des Regenwurms für den Boden. Lockerer Boden kann Regenwasser besser aufnehmen und speichern.
Regenwürmer buddeln und fressen fast pausenlos. Dabei verputzen sie fast die Hälfe ihres eigenen Gewichts pro Tag. Dazu zieht der Regenwurm seine „Beute“ wie Pflanzenreste, abgestorbene Blätter und Grashalme (nach dem Rasenmähen) in seine Erdröhre. Damit er sie fressen kann, müssen aber erst Bodenbakterien und Pilze die Vor Verdauung für den zahnlosen Wurm tun. Dann werden die Pflanzenreste gefressen, verdaut und wieder ausgeschieden. In dem Kot der Regenwürmer stecken dann hochkonzentrierte Nährstoffe.
Die Hinterlassenschaften sind für die Versorgung von Pflanzen der beste Dünger. Durch seine rege Aktivität im Untergrund schichtet der Regenwurm die Nährstoffe auch um.Wenn es viel geregnet hat, kann es sein, dass auf dem Rasen kleine Erdhäufchen zu finden sind. Die Regenwürmer belüften im feuchten Boden ihre Röhren. Also, lässt diese kleinen Burgen im Rasen stehen, bis Trockenheit sie sowieso zerstreut.
Die Besiedlung hängt aber auch vom Boden ab, auch Würmer haben ihre Vorlieben. Sie bevorzugen feuchte und lockere Böden und ihre Lieblingstemperatur liegt zwischen 10 und 15 Grad Celsius. Bei Hitze ziehen sie sich übrigens auch zurück und halten nicht auch Sommerschlaf.
Liebt der Regenwurm den Regen , wie es sein Name vermuten läßt? Kommt er deshalb an die Oberfläche, wenn’s regnet? Nicht, weil er Gefahr läuft, durch das eindringende Wasser zu ertrinken, sondern weil die Vibrationen durch das „Pladdern“ des Regens ihn hoch locken. Eine Eigenart, die sich übrigens Amseln zu Nutze machen, wenn sie im Boden stochern.
Wo wir beim Namen sind, der hat nicht nur mit dem Regen zu tun. Er wurde früher „reger Wurm“ genannt, also besonders aktiv galt.
Im Frühling und Herbst pflanzen sich die Regenwürmer fort und kommen dazu nachts an die Oberfläch. Sie sind Zwitter. Würmer legen sich dann mitunter stundenlang aneinander, der Kopf des einen Wurms zeigt dabei auf das Ende des anderen Wurms. Mithilfe des Schleims und ihrer Borsten pappen sie gut aneinander und können ihre Samen in die Samentasche des anderen drücken.
Wußtet Ihr das der 15. Februar weltweit dem Regenwurm gewidmet ist? Und dass sie gerne im Unterricht an Grundschulen im Terrarium gehalten und beobachtet werden?
Der Regenwurm
Heinz Erhardt
Ein langer dicker Regenwurm geriet in einen Wirbelsturm, der trug ihn bis zum Himmel. Nun dient er oben, nein, wie fein, dem allerliebsten Engelein als Klöppel einer Bimmel.
(und auch Heinz Rühmann sang das Lied vom Regenwurm, der es gut hat, denn er habe kein Herz und somit kein Liebesschmerz)
Ich hoffe, der Beitrag zum Jahresprojekt „was man sonst nicht sieht“ hat Euch wieder gefallen, auch wenn es ein Weichtier ist, vor dem sich vielleicht der ein oder andere sich ekelt. Denn sie sind wahre Magier in unseren Gärten und natürlich auch der freien Natur.
So langsam geht es in die Zielgerade…(und diesmal kein selbstgemaltes Bild, ich habe es schlichtweg vergessen, ich reiche nach)
Ein Migrant wird Baum des neuen Jahres. Der Zukunftsbaum aus den amerikanischen und kanadischen Wäldern hat es aber schon vor Jahren und Jahrzehnten hier her geschafft, so dass wir ihn gar nicht als Fremdling ansehen. Viele Pflanzen die wir als heimisch betrachten, sind das ja ursprünglich nicht.
Aber darauf wollte ich eigentlich nicht so eingehen, sondern noch einmal ein wenig über die Roteiche (kanadische Eiche, amerikanische Eiche) berichten. Und hier könnt Ihr auch noch mehr über die Stiftung und natürlich den Baum lesen.
Hier werden Bäume zum Nachpflanzen gezogen Einjährige Roteiche im Garten meiner Mutter Mäuschen lieben die Eicheln auch sehrGutes Bastel Material Auffällige schöne Blätter, auch mit Frost
Hier habe ich vor 5 Jahren schon einmal über den schönen Baum berichtet.
Aus ökologischer Sicht ist die nicht heimische Eichenart immer noch umstritten. Ihre Rolle als durchsetzungsstarker Neophyt in den Ökosystemen hier und auch den Nachbarländern ist noch nicht abschließend geklärt. Trotzdem wird sie in den neu angepflanzten (anzupflanzenden) Baummischwäldern eine große Rolle spielen. Die oben gezeigten, jungen Pflanzen kommen auch in den Wald. Teils sind sie Ersatz für die Setzlinge, welche die Rehe verbissen haben und die eingegangen sind. Rehe lieben diese Bäume leider sehr und trotz Schutz muss ersetzt werden. (Wenn man große Flachen betreuen muss, kann man sich diese Arbeit kaum vorstellen. Es wächst ja viel drumherum, vor allem Brombeeren)
Viele von uns kennen sie eher als Parkbaum. An Straßen steht sie mitlerweile nicht mehr so oft, obwohl sie Recht tolerant auf Streusalz reagiert, denn ihr Wurzelwerk hebt den Teer hoch.
Für die Holzverarbeitung ist sie im Innenraumbereich durchaus interessant. Aber anders als bei der deutschen Eiche werden die ehemaligen Leitungsgefäße im Kernholz von Rot-Eichen nicht durch Füllzellen, die Thyllen, verstopft und sind somit wasserundurchlassig. D.h. dass Holz der deutschen Eiche ist viel unempfindlicher gegen Witterungsschäden (nicht umsonst ist Schottland für den Schiffbau damals abgeholzt worden und Fachwerkhäuser bekamen ein Gerüst aus diesem Holz). Das Holz der Roteiche ist leider wasserdurchlässig.
Ihr Wuchs und Umfang ist jedenfalls beeindruckend: eine 205 Jahre alte Roteiche in der Karlsruher Weststadt hat den rekordverdächtigen Stammumfang von 6,17 Metern. Nur in Dresden steht ein älterer Baum, 250 Jahre, in Deutschland. Doppelt so alt können sie wohl werden, aber da dieser Baum erst vor 300 Jahren zu uns gekommen ist, gibt es natürlich keine älteren.
Anpflanzung
Verlinkt bei Astrids „mein Freund der Baum“, wo ich viel zu selten etwas für schreibe
Und den Sonntagsschätzchen (für die schönen roten Blätter , die ich diese Woche nochmal gefunden habe)
Da habe ich das letzte Mal groß getönt, dass die Geschichte um die Fuchs- und Dachsfamilie bald weiter geht und dann dauert es doch wieder so lange. Eigentlich wußte ich, wie das Grundgerüst aussehen sollte. Denn es ist Hebst geworden im Revier und wie oben angekündigt stehen größere Veränderungen an. Aber, …wie sollte ich diese in Worte fassen.
Nun, ich habe dann einfach „irgendwie losgelegt“, manchmal hilft das und man arbeitet sich einfach immer wieder durch den Text, bis er einem gefällt.
Tetra-Pack Bilder, diesmal etwas „vermenschlicht“
Die Tage wurden sichtbar kürzer und der Sonnenstand niedriger. Erste Blätter verfärben sich. Spinnenfäden hingen von Ast zu Ast oder verwoben die umgeknickten Gräser in taubesetzten Webstühlen.
Jeden Tag, ob in der Dämmerung, bei noch strahlendem Sonnenschein oder auch Regen, zogen die Füchse los zur Jagd, oft auch tagsüber. Dabei setzten sich die unternehmungslustigen Männchen mitlerweile schnell einzeln ab. Der eine schnürte gleich morgens in der Dämmerung durch das Unterholz zur südlichen Wiese, seinem Übungs- und Jagdrevier. Noch gelang es ihm nicht all zu oft, eine Maus mit dem Sprung zu treffen und dann zu töten. So manchen Tag musste er lange umher stromern, um etwas zu Fressen zu finden, und sein es Brombeeren, die er abstreifte. Auch ein Regenwurm wurde nicht verschmäht.
Er war der Waghalsigste im Wurf gewesen, der als erstes den Kopf aus dem Bau gestreckt hatte, der beim Balgen als erster sich hervorgetan hatte und der als erster Jungfuchs Erfolg beim Mäuseln gehabt hatte. Seine Spiele mit den Geschwistern waren schon immer etwas heftiger und mitlerweile immer ruppiger und rauer geworden. Oft beklagten sich die Geschwister über seine spitzen Zähne, die nun viel zu oft weh taten.
der Sammler
„Stell Dich nicht so an“ herrschte er seine Schwester beim Balgen an, als sie wieder laut jaulte. Die gab pampig zurück: „Und du, schlag Deine spitzen Fangzähne nur in Deine Beute!“
„Mama, das Spielen macht bald keinen Spaß mehr!“ herrschte ein anderes Geschwisterchen. Wissend nickte die Füchsin nur. Es war nicht ihr erster Wurf, der langsam erwachsen wurde. Der junge Fuchs beachtete das Gerangel gar nicht mehr und setzte sich ab zu seinem neuen Lieblingsplatz, einem Baumstumpf, wo ihn die Sonne wärmen würde
Die Rangordnung innerhalb der Jungtiere musste immer wieder gefestigt werden. Die Rauferei waren immer heftiger geworden. Die Jüngste im Wurf war früh dabei verletzt worden und die Wunde hatte sich infiziert. Noch mussten sich die Immunkräfte der Jungtiere entwickeln. Die Wunde wurde geleckt und gepflegt, aber die junge Füchsin war die Schwächste der Truppe und würde es wohl auch bleiben.
Der September brachte einen schöner Altweibersommer. Aber immer häufiger wurde die Füchsin ruppiger zu ihren „Jungs“. Die endgültige Abnabelung hatte begonnen. Der Herbst zeigte sich von der nahrungsreichen Seite, daher hatte sie noch keinen ihrer Söhne und Töchter vertrieben, damit die sich ein eigenes Revier suchen mussten. Noch waren sie keine Konkurrenten. Aber die Familienbande wurde schwächer.
die Musikantin
Auch bei den Dachsen veränderte sich der Umgang. Aber die Jungtiere waren nicht so ruppig untereinander, man wurde eher etwas „erwachsener“. Es war viel schleichender, dass sich die Tiere etwas unabhängiger von einander bewegten, auf kleine, kurze Streifzüge gingen. Auch hier waren die jungen Männchen sehr viel unternehmungslustiger. Der Familienverband blieb so viel enger, als bei ihren Nachbarn den Füchsen. Meist waren es die Brüder, die sich erst zusammen und dann auch mal einzelnen etwas davon machten. Die Tiere lernte mehr voneinander als dass sie sich als Konkurrenz sahen und fühlt sich immer noch sehr viel wohler in der Gemeinschaft. Zusammensein stärkt eben auch. Man gab sich immer noch im Bau Wärme und Zuflucht. Der Wanst wurde für den Winter dicker, das schwarz-weiße Fell dichter. Dies war überlebenswichtig. Jegliche Nahrung, die beim Umherstreifen gefunden wurde, landete in den Bäuchen und sie waren viel unterwegs. Der Bau wurde zusammen in Stand gehalten und Nestmaterial wurde ausgetauscht. Sie hatten sich sogar an den Fuchsgestank gewöhnt. Die Dachse waren so viel reinlicher.
Die Nächte wurden kälter und länger, erste Blätter verfärbten sich sogar schon, aber als eher nachtaktive Tiere war das für unsere wilden Familien egal. Die Jungfüchse hatte vielleicht noch eine kleinere Statur als ihre Mutter, aber ihr Fell war schon dichter und länger geworden. Nicht jede Nacht verbrachte man zusammen oder überhaupt im Bau neben den Dachsen.
Im morgendlichen Tau hinterließen die Füchse ihre Spuren wie Perlenschnüre.