Birken

Hallo Ihr Lieben.

Birken sind Bäume, die wirklich fast jeder kennt.

Diese Stämme mit der unverwechselbaren, weißen Rinde, aus denen uns manchmal „Augen ansehen“. „Bircha“, wie leuchtend, schimmernd, (aus dem indogermanischen).

Bäume, die leider auch bei Allergikern bestens bekannt sind. Es sind aber auch Bäume, die eine Brachfläche mit als erstes bewachsen. Man nennt sie daher Pionierarten. Diese wuchsen u. A. nach der Eiszeit schnell wieder überall. Oft stehen Birken gleich zu mehreren, einem Birken Wäldchen. Bei uns ist so ein Wäldchen etwas seltener zu sehen, aber z. B. in Polen oder auf Rügen habe ich sie häufiger bestaunt. Birken sind unglaublich vielseitig bei ihrer Standortwahl, es gibt Arten, die sich auf Staunässe (Moorbirke) spezialisiert habe und andere die auf trockenem Boden (Sandbirke) gut klar kommen.

birken
Birkenwäldchen auf Ummanz, Rügen

Es gibt sie fast überall auf der Erde. Wußtet Ihr, daß diese Bäume – 40°C aushalten können? Forstwirtschaftlich sind sie nicht so interessant, daher gibt es eben besagte Birken-Wäldchen kaum noch. Früher, als die Leute noch mehr Holzkohle in ihren Wäldchen produzierten, waren Birken in den sogenannten „Haubergen“ häufig zu finden.

Kennt Ihr noch Birkenwasser? Als Kind bin ich mit einer Großtante in den Wald spaziert, um diesen Baumsaft zu sammeln. Sie hat es vorwiegend für die Haare und Haut genutzt. Es wirkt entzündungshemmend, enthält viele gesunde Inhaltsstoffe und mit dem Birkenzucker Xylit ist es zwar leicht süß, aber dieser Zucker erhöht nicht den Blutzuckerspiegel. Im Supermarkt finden sich mittlerweile wieder Birkensäfte, der selbstgezapfte ist aber viel besser.

Elche im Birkenwald

Schon länger wollte ich versuchen, ein Birken Wäldchen zu schnitzen. Ihr erinnert Euch vielleicht an den Elch um Weihnachten herum, da dachte ich ja auch schon mal an so einen „gestalteten“ Wald. Ich finde, er hat einfach etwas Magisches mit diesen vielen weißen *Linien* und ursprünglich war schon ein Beitrag bei Müllerinnenart / Mustermix zu diesem Thema geplant, aber da habe ich keine Zeit gefunden.

Es stellte sich die Frage, nehme ich *die Bäume weg* oder den *Zwischenraum*. Auf welchem Untergrund wirkt der Druck am Besten? Leider ist die Farbe des Stempels nicht besonders gut und ich werde mir jetzt weiße Acrylfarbe besorgen und auch noch mal grünen Farbkarton, denn als „Frühlingswald“ gefällt mir der Druck am Besten.

Birkenstempel

Nun zeige ich meinen Ausschnitt aus dem Birkenwald bei Andrea, die mit Ihrem Motto „Den Frühling selber machen“ viele kreative Ideen zum *Frühling und im Frühling gewerkelt*, sammelt.

Birken

Dann verlinke ich den Beitrag auch bei lemonddekitchi, die Baum Beiträge sammelt.

Und verklinkt beim Creadienstag, hot und Naturdonnerstag und freutag

30 Gedanken zu “Birken

  1. Ja, die Birken! Künstlerisch immer eine Herausforderung ( sollte mal eine Sammlung mit Darstellungen machen – Hinweis an mich )! Ich bin damals an ihnen in meinem Baumbuch auch gescheitert. Deine letzten Versuche sind aber vielversprechend, finde ich. Inzwischen habe ich keine Birken mehr in meiner unmittelbaren Nähe wie fast mein ganzes bisheriges Leben, die Nachbarn haben sie gefällt.
    An das Birkenwasser erinnere ich mich, das hat mein Vater auch immer über seine Haare gekippt. Das gibt es also wieder?
    Danke für deine aufmunternden Worte und ein bisschen Sonne aus Köln!
    Astrid

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    1. Danke Dir, die Sonne ist angekommen, wenigstens zwischendurch.
      Das Birkenwasser gibt es zum Trinken, aber natürlich dann behandelt. In vielen Haarpflegeprodukten ist es drin, aber ich denke, wenn man es pur und frisch hätte, wäre es viel gesünder 🙂
      Birken sind hier auch kaum noch, eine Nachbarin gegenüber hat noch eine, in dem ein oder anderen Garten steht tatsächlich noch eine. Viele haben bei der Nachbarsbirke, die gefällt werden musste (die Wurzeln waren mehrere Häuser weit in Wasserleitungen/Kanalisation gekommen) nur gesagt, jetzt gäbe es weniger Dreck. Ich habe gejammert, ob der Vögel, die ich darin immer beobachen konnte, wie Birkenzeisige.
      Ein wenig Sonne gerne zurück und liebe Grüsse
      Nina

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      1. Die Birken an meinem Elternhaus haben genau für diesen Trouble gesorgt und die ganzen Wasser- bzw. Abwasserleitungen zerstört mit ziemlich unangenehmen Folgen.
        Das war dann auch ihr Ende, denn das konnte man den alten Eltern nicht mehr zumuten. aber als mein Vater die in jungen Jahren gepflanzt hat, war er noch nicht so baumkundig wie später. Sonst hätte er gewusst, dass das Flachwurzler sind und oberflächlich ein ganz schön breites Wurzelsystem ausbilden. Das wird ja auch ihr Ende in unseren Breiten bedeuten, wenn wir. weiterhin so trocken-heiße Sommer haben.
        Aber die Stadtgärtner hier waren auch nicht intelligenter und haben diese blöden Götterbäume gepflanzt, die die ganzen Gossen anheben und dann aus den Straßen Seen machen, wenn es so regnet wie in diesem Februar…
        Zeiserl hab dich schon ewig keine mehr gesehen…
        LG

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  2. Ich liebe Birken, sie gehören schon immer zu meinen Lieblingsbäumen. Birkenzucker hatte ich auch schon mal in der Küche und fand ihn toll. Jetzt aber wurde er zugunsten einer anderen Alternative aus dem Haus verbannt, da schon geringste Mengen tödlich giftig für Haustiere sind. Und man (äh, also ich…) verschüttet mal oder krümelt was auf den Boden…
    Deine künstlerische Umsetzung gefällt mir so gut, hach! Das Grün hätte ich vielleicht mit etwas mehr Gelbstich genommen, aber das ist auch wieder nur Geschmacksfrage (und eingeschränkt von dem Angebot….).
    Liebe Grüße
    Andrea

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    1. Danke Dir, ja ich wollte eigentlich einen birkengrünen Karton, aber hatte keinen mehr, wird aber noch gemacht.
      Das der Zucker für Tiere giftig ist, wusste ich nicht.
      Ja, Birken muss man doch einfach lieben, oder? Ich mag dieses Grün und Weiss und hin und her wiegen. Außerdem hat mein Opa aus dem Reisig immer Besen gemacht, die waren so gut! (Ach, dass ich das im Beitrag vergessen habe, muss ich noch edit.)
      ich sende liebe Grüsse zurück
      Nina

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  3. Liebe Nina,
    ein schöner Bericht zur Birke…ich mag sie gern anschauen mit ihrer auffallenden Rinde und wenn sich im Winter die langen Zweige blattlos im Wind wiegen. Hier gibt es einige auf dem Friedhof und da hole ich dann meine Birkenreiser zum Kränzebinden. An das Birkenhaarwasser für die Herren kann ich mich auch noch gut erinnern 😉
    Klasse sind deine Drucke…mir gefällt der auf dem grauen Karton am besten.
    Hab einen feinen Abend, Marita

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    1. Stimmt, Kränze kann man auch so schön daraus binden! Herren nutzen wohl Birkenhaarwasser besonders gern, da es gegen Haarausfall helfen soll. Ich erinnere mich da auch an div.Verwandtschaft, welche dieses nutzten.
      Dankeschön, auf dunklem Papier gibt es schöner Kontraste, oder?☺
      Liebe Grüße
      Nina

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  4. Ich mag Birken auch sehr gern, als Bäume, habe aber keinerlei Erfahrungen mit dem Birkensaft! als Kind hatte ich ein Pfadfinderbuch (auch wenn ich nie bei den Pfadfindern dabei war), in dem beschrieben wurde, wie man die Bastschicht der Birken als Notnahrung abschälen kann und wie Spaghetti kochen. Heute weiß ich, dass ich so den Baum töten würde, aber als Kind hat mich das fasziniert… Liebe Grüße, Gabi

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  5. Auch hier herrscht große Birkenliebe, Nina. Wie kann es auch anders sein.. lach! Deine Werke zaubern den Frühling her… wunderbar! Ganz liebe Märzgrüße, Nicole (die hoffentlich jetzt wieder des öfteren im Bloggerland sein wird.)

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    1. Hey, wie wunderbar von Dir zu hören, freue mich sehr! Und auch, dass Du wieder mehr (einfach alles mehr) kannst. Hoffentlich.
      Ja, die Birken erfreuen so viele Menschen, das hätte ich nicht gedacht.
      Dann ganz besonders liebe Grüße und Dankeschön.
      Nina

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  6. Birken sehen immer so toll aus ich mag sie auch in der Heide machen sie ein wunderbares Bild in der Landschaft. Ich bin ja allergisch gegen sie aber ich liebe sie trotzdem. Beim Fahrrad fahren stehen viele Bäume und ich niesse da und meine Augen tränen aber was soll ich machen ich liebe die Natur. Tolle Drucke hast du gewerkelt mit den Muster!
    Lieben Gruss Elke

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  7. Wow, was für einen Anblick bietet dieses Birkenwäldchen!
    An dieses Birkenwasser kann ich mich noch gut erinnern, mein Opa benutze es.
    Die kunstvoll gestaltete Birkenrinde gefällt mir auch hervorragend!
    LG Heidi

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  8. Birken, wie sehr ich sie liebe !
    Birken sind ja nicht überall und bei Jedem beliebt, du schreibst ja davon, aber ich bin immer hingerissen, wen ich bei diesen Bäumen vorbei komme, ob als einzelbaum oder im Wäldchen.
    Und Birkenhaarwasser gab es früher bei meinen Eltern auch im Haushalt 😉
    Toll, was du wieder künstlerisch umgesetzt hast !

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  9. Liebe Nina,
    ich liebe Birken, wir haben im sechs Stück, große Bäume und ich finde sie auch sehr schön. Die ganzen Infos über die Birken waren mir aber dennoch unbekannt. Birkenwasser kenne ich auch noch, aber nur weil meine Eltern das manchmal gekauft haben.
    Dein Stempel gefällt mir sehr gut.
    Ich wünsche Dir ein wunderschönes Wochenende.

    Viele liebe Grüße
    Wolfgang

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    1. Schön, dass Du sogar Birken im Garten haben kannst. Meine Eltern mussten sie leider damals im Garten irgendwann fällen, Zu gross, Ärger mit den Nachbarn, viel zu grosses Wurzelwerk. Wir haben alle sehr getrauert. Mein jetziger Garten erlaubt leider keine *richtigen* Bäume, viel zu klein.
      Ebenfalls ein schönes Wochenende und liebe Grüsse
      Nina

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  10. Ein sehr schöner Bericht über Birken. Dass sie – 40°C aushalten können, wußte ich, da sie auch in Sibirien wachsen. Birkenwasser erinnert mich auch an früher, Xylit verwende ich auch. Birken gehören zu meinen Lieblingsbäumen. Von meinem Fenster blicke ich direkt auf 2 große Birken und kann so das ganze Jahr ihren Werdegang beobachten, wunderschönes Farbspiel. Mit den Blättern der Birke färbe ich herrliche Gelbtöne auf Wolle und Seide. Deine Drucke gefallen mir sehr gut. LG Anke

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    1. Oh, bei meiner Schwiegermutter habe ich die Birkenfarbe Mal gesehen, muss bei Dir Mal vorbei schauen. Ja, dass die Birke auch zum Färben genutzt wird hab ich auch noch vergessen. (Und da fallen mir gerade die schönen Sachen, wie Schachteln ein, die man aus der schönen Finde herstellt, ein)
      Danke Dir und liebe Grüße zurück
      Nina

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  11. als ich das Bild in der Verlinkung gesehen habe
    dachte ich es sind grüne Blätter 😉
    Meine Augen .. oder es ist wohl eher das Gehirn sieht bei solchen Dingen immer zu erst das Negativ
    jetzt wo ich weiß dass es Birken sind sehe ich sie natürlich auch
    der Stempel ist dir sehr gut gelungen

    ich liebe Birken auch ..
    mein Vater nutzte immer Birken Haarwasser ..vielleicht hat er deshalb mit 100 noch volles Haar 😉

    dass man es auch trinken kann wußte ich nicht

    meine Oma sammelte im Frühjahr die jungen Triebe für Tee
    er schmeckte bitter wenn ich mich erinnere ..

    früher setzte man Birken ausserorts auch an die Straßenränder
    das war quasi eine natürliche Beleuchtung 😉

    von meinem Fenster schaue ich auch auf eine große Birke
    sie ist mein 12 tel Blick

    liebe Grüße
    Rosi

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    1. Das mit dem leuchtenden Birken Strassenrand finde ich sehr interessant, schön und nachvollziehbar.
      Die Fotos des Druckers werden leider auch dem Original gerecht, da kann es schon mal passieren, das der erste Blick täuscht. 😊
      Liebe Grüße
      Nina

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      1. nein mit dem Druck hat das nichts zu tun.. das geht mir immer so
        z.B. ein Pfotenabdruck im Schnee erscheint mir aufgewölbt anstatt eingedrückt
        ich muss mich da richtig zwingen es umgekehrt zu sehen 😉
        LG
        Rosi

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  12. Dein Birkenstempel hat echt Potential, Dir fällt bestimmt noch mehr ein, wo Du ihn einsetzen kannst. Der Elch im Birkenwald ist witzig. Mir geht es mit dem Mustermittwoch und ähnlichen Terminen auch oft so, bis ich in die Pötte komme, ist das Thema schon wieder rum.
    viele Grüße Margot

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  13. birken sind meine absoluten lieblingsbäume! ich hoffe, unsere riesige doppelbirke kann noch sehr lange stehenbleiben!! aber wie „erntet“ man denn birkenwasser? vielleicht kann ich ja noch meinen haarausfall mit eigenproduktion stoppen ;)!
    liebe grüße
    mano

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    1. Oh, dagegen soll es wirklich helfen. Man ritzt die Rinde ein und hängt ein Glas darunter, wie bei der Ahornsaftgewinnung, gibt sicher genauere Anleitung im Netz. Wenn ich die Möglichkeit hätte, würde ich es auch gern für die Kopfhaut probieren und auch mal trinken.
      Danke Dir und liebe Grüße
      Nina

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